Melodie:
Johann Sebastian Bach 1736, Text: Paul Gerhardt 1653
Quellen
(siehe
Legende): EvG 37 (C-Dur)
(1)
Ich steh an deiner Krippen hier, o Jesu, du mein Leben; ich komme,
bring und schenke dir, was du mir hast gegeben. Nimm hin, es ist mein
Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm alles hin und lass dir’s
wohlgefallen.
(2) Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir geboren und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dich kannt, erkoren. Eh ich durch deine Hand gemacht, da hast du schon bei dir bedacht, wie du mein wolltest werden.
(3) Ich lag in tiefster Todesnacht, du warest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht’, wie schön sind deine Strahlen.
(4) Ich sehe dich mit Freuden an und kann mich nicht satt sehen; und weil ich nun nichts weiter kann, bleib ich anbetend stehen. O dass mein Sinn ein Abgrund wär und meine Seel ein weites Meer,dass ich dich möchte fassen.
(5) Wann oft mein Herz vor Kummer weint und keinen Trost kann finden, rufst du mir zu: Ich bin dein Freund, ein Tilger deiner Sünden. Was trauerst du, o Bruder mein? Du sollst ja guter Dinge sein,ich sühne deine Schulden.
Erstellt
am 14. März 2026