Quellen
(siehe
Legende): H7: S. 10 (F-Dur)
Blaue
Berge, grüne Täler, mitten drin ein Häuschen klein, herrlich ist dies
Stückchen Erde, und ich bin ja dort daheim. Als ich einst ins Land
gezogen, ham' die Berg' mir nachgeseh'n. Mit der Kindheit, mit der
Jugend, wusst selbst nicht wie mir gescheh'n.
Oh, mein liebes Riesengebirge, wo die Elbe so heimlich rinnt, wo der Rübezahl mit seinen Zwergen heut' noch Sagen und Märchen spinnt. Riesengebirge, deutsches Gebirge, meine liebe Heimat du!
Ist mir gut und schlecht gegangen, hab' gesungen und gelacht, doch in manchen bangen Stunden hat mein Herz ganz still gepocht. Und mich zog's nach Jahr und Stunden wieder heim ins Elternhaus. Hielt's nicht mehr vor lauter Sehnsucht bei den fremden Menschen aus.
Oh,
mein liebes Riesengebirge, ...
Heil'ge Heimat, Vater, Mutter; und ich lieg an ihrer Brust, wie dereinst in Kindheitstagen, da von Leid ich nichts gewusst. Wieder läuten hell die Glocken, wieder streichelt ihre Hand, und die Uhr im alten Stübchen tickt wie grüßend von der Wand.
Oh, mein liebes Riesengebirge, ...
Und kommt's einstens zum Begraben, mögt ihr euren Willen tun, nur das eine, ja das eine, lasst mich in der Heimat ruh'n. Wird der Herrgott mich dann fragen droben nach dem Heimatschein, zieh' ich stolz und frei und freudig flugs ins Himmelreich hinein.
Oh, mein
liebes Riesengebirge, ...
Erstellt
am 16. März 2026