Traditionelles Volkslied, Text: Hermann Lingg 1849
Quellen
(siehe
Legende): A1: S. 62, H6: S. 7 (Walzer
F-Dur)
Nach meiner Heimat zieht’s mich wieder, es ist die alte Heimat noch,
die selbe Lust, die selben frohen Lieder und alles ist ein andres doch.
Die Quellen rauschen wie vor Jahren, im Walde springt wie einst das Reh, von Ferne hört ich Heimatglocken läuten, die Berge glänzen weiß, wie Schnee.
Am Waldessaume steht eine Hütte, die Mutter ging dort ein und aus. Jetzt sehen fremde Menschen aus den Fenstern, es war einmal mein Elternhaus.
Ich ging zum Friedhof zu meiner Mutter, ich kniet mich nieder vor ihr Grab. O könnt ich ewig, ewig bei dir bleiben, ja weil ich keine Heimat mehr hab.
Mir ist als rief es aus der Ferne: Flieh, flieh und kehr nie mehr zurück. Die du geliebt, sind alle längst gestorben,die du geliebt sind längst nicht mehr.
Erstellt
am 6. März 2026