Udo
Jürgens 1969
Quellen (siehe Legende): A1: S. 9, H4: S. 92 (Schlager F-Dur F-Dm)
Auf
dem Dorf beim Tanze sah ich sie und sank fast in die Knie, sie
war so schön wie Milch und Blut. Was ich ihr, beim Tanzen und danach im
Mondschein auch versprach, sie sagte: Liebe heut’ nix gut.
Anuschka, sag wie kann man nur so sein? Wer
redet dir das
ein? Dir fehlt nur etwas Mut! Anuschka, Liebe braucht die
ganze Welt und ich hab’ festgestellt, mir tut sie immer gut!
Ich
geb’ zu, die Taktik war nicht neu, ich fuhr mit ihr ins Heu, sie hat in
meinem Arm geruht. Mittendrin, im ersten scheuen Kuss, war’s wie
ein kalter Guss. Sie sagte: Liebe heut’ nix gut.
Anuschka, sag wie kann man nur so sein? ...
Dann
hab’ ich’s mit Alkohol probiert, sie war so raffiniert und trank nur
einen Fingerhut. Als dafür dann ich den Rausch besaß, sah ich zwei
Anuschkas, die sagten: Liebe heut’ nix gut.
Anuschka, sag wie kann man nur so sein? ...
Dann,
nach Wochen kam ich in den Ort, sie winkte mir sofort und rief
mir zu voll Übermut: Komm ins Haus, ein Traum wird heute wahr! Na,
welcher war mir klar, was lange währt, wird endlich gut!
Drinnen
stand ein Bär von einem Mann, der bot mir Wodka an und
sprach: Mein Freund, so leid’s mir tut, Anuschka wird heute meine
Braut, erst hab’ ich dumm geschaut, doch dann begriff ich absolut,
Liebe heut’ nix gut.
Erstellt
am 26.02.2026