Melodie Robert Götz 1920, Text: Börries Freiherr von Münchhausen 1900
Quellen
(siehe
Legende): A1: S. 53, Bau: S. 77, H1: S. 32, H2: S. 236 (F-Dur)
Jenseits des Tales standen ihre Zelte, zum roten Abendhimmel quoll
der Rauch. Das war ein Singen in dem ganzen Heere und ihre Reiterbuben sangen auch.
Sie putzten klirrend am Geschirr der Pferde, her tänzelte die Marketenderin und unterm Singen sprach der Knaben einer: Mädchen, du weißt’s, wo ging der König hin?
Diesseits des Tales stand der junge König und griff die feuchte Erde aus dem Grund, sie kühlte nicht die Glut der heißen Stirne, sie machte nicht sein krankes Herz gesund.
Ihn hielten nur zwei knabenfrische Wangen und nur ein Mund, den er sich selbst verbot. Noch fester schloss der König seine Lippen und sah hinüber in das Abendrot.
Jenseits des Tales standen ihre Zelte, vorm roten Abendhimmel quoll der Rauch und war ein Lachen in dem ganzen Heere und jener Reiterbube lachte auch.
Erstellt
am 5. März 2026