D'Kasermandln - Klaus und Ferdl 1972
Quellen (siehe Legende): A1: S. 16, H1: S. 28, H2: S. 98 (Walzer F-Dur)
Als
wir noch kleine Kinder waren, da war es für uns ein Vergnügen,
draußen auf der Gartenschaukel durch die Luft zu fliegen. Bubi, der
da drinnen saß, die Beine in der Höh’, Gretchen, das da darunter
stand, sang leis’ die Melodie:
Bubi,
Bubi noch einmal, es war so wunderschön. Bubi, noch
einmal, es kann ja noch nichts geschehn.
Als
wir dann etwas älter war’n und gingen wir oft zu zwei’n, nachts
beim hellen Mondenschein, tief in den Wald hinein. Auf einer Bank
mit Moos bedeckt, da gab es so manchen Kuss und später beim
Nachhause gehen, sang Gretchen leis’ zum Schluss:
Bubi,
Bubi noch einmal, es war so wunderschön.
Bubi, noch einmal, es darf aber nichts geschehn.
Und
nun ist Gretchen meine Frau, ein paar Jahre sind es schon her,
mir ist als ob sie jeden Tag wie neugeboren wär. Des Abends wenn
wir schlafen geh’n, des Morgens früh aufsteh’n, sagt Gretchen, meine
Frau zu mir: Ach Bubilein, das war ja so schön.
Bubi,
Bubi noch einmal, es war so wunderschön. Bubi, noch
einmal, es darf auch was geschehen.
Und
nun sind wir schon siebzig Jahr und alles ist vorbei. Ich bin nun
schon ein alter Mann und Gretchen ein altes Weib und mit der schönen
Jugendzeit, da gibt es kein Wiedersehen, doch Gretchen singt
fast jeden Tag: Ach Bubilein, es war ja so schön.
Bubi,
Bubi noch einmal, es war so wunderschön.
Bubi, noch einmal, es kann ja nichts geschehn.
Erstellt
am 27.02.2026