Zeit zum Aufstehn


Steirer Kare - Karl-Heinz Kohl nach einem älteren Volksmusikstück


Quellen (siehe Legende): A1: S. 85 (F-Dur F-G)


Wenn der Bauer sei letzte Kuh verkafft, weil mit seim Hof angeblich nichts mehr lafft. Der seither Stadt und Land ernährt, jetzt war der Bauer plötzlich nichts mehr wert. Wenn aus Woid und Wies die Tierwelt flieht, weil ma’s braucht als Industriegebiet, unser Bacherl wird Kanal so dann und wenns Tol wird neue Autobahn.


Dann ist Zeit, Zeit zum Aufstehn, sich zu wehren ist es Zeit. Dann ist Zeit, Zeit zum Aufstehn gegen meine Unbekümmertheit.


Wenn oide Leit ins Altersheim g’schickt wern, hab’m z’weng zum Leb’n und trotzdem z’vui zum Sterb’n. Wenn am Schulhof der Dealer abkassiert und Schläger san die Herrn ganz ungeniert. Wenn der Nachbar, der mal wieder blau, schlagt sei’ Kinder, natürlich a’ sei’ Frau. Wenn mans hört, wie’s scheppert und wie’s kracht, dann dann gibt’s bloß eins: den Fernseh’ lauter g’macht.


Dann ist Zeit, Zeit zum Aufstehn, sich zu wehren ist es Zeit. Dann ist Zeit, Zeit zum Aufstehn gegen meine Gleichgültigkeit.


Wenn in Ländern die Leit’ wer’n massakriert, weil’s Verrückte san, die des Land regiern. Geld für Waffen, ja Waffen müssen sein, da gibt’s noch immer oa, die wer’n da reich dabei. Wenn’ds als Musikant bloß noch staad sein musst, und tust des net, dann bring’st am Boden kan Fuß, bloß noch Blödsinn singen, lach mer noch dabei, hey dann möcht ich g’wiss koa Musikant mehr sein.


Dann ist Zeit, Zeit zum Aufstehn, sich zu wehren ist es Zeit. Dann ist Zeit, Zeit zum Aufstehn gegen meine Mutloßigkeit.


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Erstellt am 9. März 2026