Simon
Dach/Ostpreußen 17. Jahrhundert
Quellen (siehe Legende): A1: S. 9, H1: S. 78, H2: S. 7 (Walzer F-Dur)
Ännchen
von Tharau ist’s, die mir gefällt. Sie ist mein Leben, mein
Gut und mein Geld. Ännchen von Tharau hat wieder ihr Herz auf mich
gerichtet in Lieb und in Schmerz.
Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein
Gut, du meine
Seele, mein Fleisch und mein Blut.
Käm
alles Wetter gleich auf uns zu schlahn, wir sind gesinnt, beieinander
zu stahn. Krankheit, Betrübnis, Verfolgung und Pein soll unsrer
Liebe Verknotigung sein.
Ännchen von Tharau ...
Recht
als ein Palmenstrauß über sich steigt, hat ihn erst Regen und
Sturmwind gebeugt, so wird die Lieb in uns mächtig und groß durch
Kreuz, durch Leiden, durch allerlei Not.
Ännchen von Tharau ...
Würdest
du gleich einmal von mir getrennt, lebtest da, wo man die
Sonne kaum kennt. Ich will dir folgen durch Wetter und Meer, Eisen
und Kerker und feindlichens Heer.
Ännchen von Tharau, mein Licht meine Sonn,
mein Leben
schließt sich um deines herum.
Erstellt
am 26.02.2026