Traditionelles
deutsches Volkslied
Quellen (siehe Legende): A1: S. 12, Bau: S. 53, H1: S. 31 (C-Dur)
Auf,
du junger Wandersmann, jetzo kommt die Zeit heran, die Wanderszeit, die
gibt uns Freud. Woll’n uns auf die Fahrt begeben, das ist unser schönstes Leben, große Wasser, Berg und Tal, anzuschauen
überall.
An
dem schönen Donaufluss, findet man ja seine Lust und seine
Freud auf grüner Heid. Wo die Vöglein lieblich singen und die
Hirschlein fröhlich springen, dann kommt man vor eine Stadt, wo man
gute
Arbeit hat.
Mancher
hinterm Ofen sitzt und gar fein die Ohren spitzt, kein Stund
vors Haus ist kommen aus. Den soll man als G’sell erkennen, oder
gar ein Meister nennen, der noch nirgends ist gewest, nur gesessen
in sei’m Nest.
Mancher
hat auf seiner Reis ausgestanden Müh und Schweiß und
Not und Pein, das muss so sein. Trägt’s Fälleisen auf dem Rücken,
trägt es über tausend Brücken, bis er kommt nach Innsbruck rein, wo
man trinkt Tiroler Wein.
Morgens,
wenn der Tag angeht und die Sonn’ am Himmel steht, so
herrlich rot wie Milch und Blut. Auf, ihr Brüder lasst uns reisen,
unser’m Herrgott Dank erweisen für die fröhlich Wanderzeit hier und in
die Ewigkeit.
Erstellt
am 27.02.2026